Das Projekt

Das Projekt Anti-Rumour schärft das Bewusstsein für Fake News und Verschwörungserzählungen, mit einem Schwerpunkt auf Desinformation im Zusammenhang mit Umweltfragen und sozialer Teilhabe. Das Projekt richtet sich insbesondere an junge Menschen, die in sozialen Medien präsenter sind und schnell zu aktiven Medienproduzent*innen statt lediglich passiven Medienkonsument*innen werden können.

Wir alle kommen täglich aktiv oder passiv mit Nachrichten in Berührung. Manchmal scrollen wir gedankenverloren, manchmal verweilen wir ein wenig länger. Aber immer lohnt es sich, kurz innezuhalten und nachzudenken.

Bist du schon einmal in den sozialen Medien auf Analysen oder Artikel gestoßen, die Antworten auf soziale oder ökologische Herausforderungen unserer Zeit wie den Klimawandel oder soziale Themen geben, aber konntest die Quelle nicht nachvollziehen oder hast festgestellt, dass es keine wissenschaftliche Grundlage dafür gibt?

Anti-Rumour soll Bürger*innen und insbesondere junge Menschen befähigen, wahrheitsgemäße Nachrichten zu erkennen und von jeder Art von Fehlinformation zu unterscheiden. Die Hauptziele des Projekts sind insbesondere:
  • Jungen Menschen praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie Desinformationen erkennen und überwinden sowie gegen Fake News vorgehen können.
  • Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben in den Partnerländern verbessern.
  • Vertrauen in die Wissenschaft sowie das Bewusstsein für Umweltkrisen im Kampf gegen den Klimawandel stärken.
  • Die aktive Bürgerschaft stärken, indem für Organisationen der Zivilgesellschaft und NGOs, die sich mit Medienkompetenz beschäftigen, Materialien für die Arbeit mit jungen Menschen geschaffen werden.
  • Soziale Teilhabe und europäische Werte stärken .

Durch das Erreichen dieser Ziele trägt das Projekt Anti-Rumour dazu bei, das Vertrauen in demokratische Institutionen zu verbessern, die Demokratie vor multidimensionalen Bedrohungen zu schützen und europäische Werte wie Integration, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und Nichtdiskriminierung zu stärken.

In einer Welt, die von einer konstanten Informationsflut geprägt ist, ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Bürger*innen und insbesondere junge Menschen über das Wissen und die Instrumente verfügen, um verschiedene Arten von Desinformation zu erkennen, und nicht zuzulassen, dass diese ihr Denken und ihre Entscheidungen beeinflussen. Anti-Rumour reagiert auf diesen Bedarf, indem es Jugendliche dabei begleitet, sich auf einfache und unterhaltsame Weise mit dem Prozess des Verstehens, der Analyse und dem Umgang mit Fehlinformationen zu beschäftigen.

Folgt uns auf den sozialen Medien und schaut regelmäßig auf der Website vorbei für Updates zum Projekt und zu weiteren Infos rund um Fake News und Verschwörungserzählungen!

Projektergebnisse:

Anti-Rumour-Leitfaden "Wie man Verschwörungserzählungen erkennt und wie man mit Fake News umgeht"

Die Ziele des Leitfadens sind:

  • Sensibilisierung für die Gefahren, die von Verschwörungserzählungen ausgehen, insbesondere für junge Menschen, das Klima und Minderheiten;
  • Auseinandersetzung mit den Problemen, die junge Menschen mit Desinformation in Bezug auf Umweltbewusstsein, Klimawandel und soziale Teilhabe haben;
  • Stärkung des Bewusstseins für den pädagogischen Nutzen von Medienkompetenz, um Fehlinformationen zu erkennen, zu analysieren und zu bekämpfen;
  • Unterstützung der Jugendlichen bei der Verknüpfung von Phänomenen wie Fake News und Verschwörungserzählungen mit der Krise, in der sich die Demokratie in Europa befindet;
  • Identifizierung der negativen Auswirkungen von Fake News und Verschwörungserzählungen auf eine Vielzahl von Menschenrechten, darunter das Recht auf Leben, Selbstbestimmung, Entwicklung, Ernährung, öffentliche Verwaltungen, Organisationen der Zivilgesellschaft und Einzelpersonen;
  • Einbeziehung von Jugendorganisationen, die sich für die Medienkompetenz engagieren wollen.

Der Aufbau dieser Fähigkeiten trägt nicht nur dazu bei, eine informierte Generation heranzubilden, die in der Lage ist, Hoaxes, Fake News und Verschwörungserzählungen zu erkennen und zu entlarven, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Demokratie stärken.

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Ein Toolkit zur Erkennung von Desinformation

Das Anti-Rumour Toolkit ist eine Sammlung von 17 Online-Tools, die Pädagog*innen, Jugendarbeiter*innen und Jugendlichen dabei helfen: 

  • Verschwörungserzählungen und Desinformation zu erkennen 
  • mehr über aktuell zirkulierende Fake News zu erfahren 
  • Medienkompetenz zu stärken und ein Bewusstsein für Desinformations-Methoden und Manipulationstaktiken zu schaffen  

Zu den Tools zählen Online-Anwendungen (z. B. Chatbots, Suchmaschinen), die bei der Überprüfung von Informationen helfen, Serious Games, die Medien- und Informationskompetenz stärken, Tools zur Einschätzung der Glaubwürdigkeit von Quellen und Websites, die regelmäßig Faktencheck-Artikel veröffentlichen. 

Zu jedem Tool gibt es eine Anleitung, wie es verwendet werden kann, sowie Informationen über Stärken und Schwächen, den Anwendungskontext, die unterstützten Sprachen und die empfohlenen Altersgruppen Nutzer*innen. Für die komplexeren Tools bietet das Anti-Rumour-Toolkit zudem kurze Tutorial-Videos an.  

Die Projektpartner*innen von Anti-Rumour haben diese 17 Tools auf der Grundlage der Bedürfnisse von Jugendarbeiter*innen und Pädagog*innen in den vier Partnerländern ausgewählt, die in einer Online-Umfrage ermittelt wurden. Dabei wurde auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den verschiedenen Arten von Tools, den unterstützten Sprachen und der Eignung für die Nutzung in Zypern, Deutschland, Griechenland und Spanien geachtet. 

Ein Serious Game für Medienkompetenz und gegen Verschwörungserzählungen

Es ist von großem Nutzen, Spiele in den Lernprozess einzubeziehen, da sie das Engagement und die Motivation der Lernenden steigern. Das Ant-Rumour Serious Game soll den Lernenden einen "Boden" bieten, auf dem sie das im Projektleitfaden und dem Toolkit erworbene Wissen in die Praxis umsetzen können.

Das Anti-Rumour Serious Game ist ein kooperatives Spiel, das sich darauf konzentriert, die Fähigkeiten der Lernenden zu schulen, Botschaften zu identifizieren, auf die sie in verschiedenen Arten von Medien gestoßen sind, sie objektiv zu analysieren und zu verstehen, welche Art von Informationen sie erhalten.

In diesem Spiel werden sie auf unterschiedliche Art und Weise und in verschiedenen Rollen mit Fragen herausgefordert, die ihre Fähigkeit testen, die Gründe für ihre Entscheidungen bezüglich dessen, was sie online lesen oder hören, zu erkennen und zu rechtfertigen. Die Spieler können sehen, wie sich ihre negativen Antworten auf die übrigen Mitspieler*innen auswirken und wie vertrauenswürdige Informationen den Spielverlauf verändern. Diese Dynamik wird die Entwicklung von Fähigkeiten in zwei Hauptbereichen unterstützen. Erstens wird die Medienkompetenz durch die Dynamik des Auffindens von Informationsquellen, der Erkundung von Medien, des Verständnisses von Voreingenommenheit und des Einsatzes von Technologie zur Erstellung neuer Arbeiten verbessert. Zweitens wird der kollaborative Charakter des Spiels bei den Teilnehmer*innen nützliche Fähigkeiten wie kritisches Denken, Teamarbeit, Entscheidungsfindung, Vernetzung und Konfliktlösung aufbauen und stärken.

Anti-Rumour Lernmodul

Das vierte Ergebnis besteht aus einem Lernmodul mit vier Kapiteln, in denen Jugendorganisationen und Pädagog*innen lernen können, wie der Leitfaden, das Toolkit und das Serious Game (Ergebnisse 1, 2 und 3) für marginalisierte Gruppen oder die Bewältigung von Umweltproblemen hilfreich sein können. Die Hauptthemen, die in den Kapiteln des Moduls behandelt werden, sind Umweltbewusstsein, marginalisierte und unterrepräsentierte Gruppen, Merkmale von Verschwörungserzählungen und Medienkompetenz.

Projektpartner

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Stiftung Digitale Chancen

Die Stiftung Digitale Chancen ist eine gemeinnützige, operativ tätige Stiftung mit Sitz in Berlin. Seit 2002 erforscht sie die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung und setzt sich für den chancengleichen Zugang aller Menschen zum Internet ein.

Mit zahlreichen Projekten auf nationaler und europäischer Ebene verfolgt die Stiftung das Ziel der digitalen Inklusion, Teilhabe und Chancengerechtigkeit und wirkt so einer digitalen Spaltung der Gesellschaft entgegen.
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Dramblys

DRAMBLYS ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Spanien, die sich für die Förderung sozialer Innovation einsetzt. Bei DRAMBLYS verbinden wir soziologische Vorstellungskraft und Untersuchungen mit sozialer Kreativität und Design, um Lösungen zu finden, zu erforschen und zu innovieren, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Zu unseren wichtigsten Programmen und Fachgebieten gehören Programmgestaltung und -bewertung, Datenvisualisierung sowie Design, Entwicklung und Management sozialer Innovationen. Das Ziel von DRAMBLYS ist es, kreative Dialoge zu ermöglichen und gemeinsam nachhaltige Alternativen zu schaffen, um so neue soziale Unternehmer*innen und Führungspersönlichkeiten zu inspirieren und nachhaltige Lebensweisen zu fördern.

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Citizens in Power

Citizens In Power (CIP) ist eine unabhängige gemeinnützige Nichtregierungsorganisation aus Zypern, die auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen in Bezug auf ihre Beteiligung am sozialen und bürgerlichen Leben eingeht, indem sie ihnen innovatives Material und kostenlose Schulungen zu einer Vielzahl von Bereichen wie Bildung (einschließlich Online-Bildung), Integration, Unternehmertum und Wirtschaft, Kultur, Arbeitsmarkt und lebenslanges Lernen zur Verfügung stellt.

CIP zielt hauptsächlich auf die Entwicklung von Bildung, Unternehmertum und lebenslangem Lernen in Zypern und im Ausland ab. Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet das CIP kontinuierlich mit den führenden Universitäten, Schulen, Nichtregierungsorganisationen und Forschungseinrichtungen in Zypern zusammen, um Projekte, Schulungen und Lehrmaterial zu entwickeln. CIP verfügt über ein wertvolles Netzwerk von professionellen Trainer*innen und Bildungsexpert*innen, die sowohl in der formellen als auch in der informellen Bildung Erfahrung haben.

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Challedu

CHALLEDU ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die Pionierarbeit für neue Modelle des Lernens, der Integration und des Engagements leistet. CHALLEDU ist einer der führenden F&E-Experten für Spiele für Bildung und Integration. Unser Team besteht aus Projektmanager*innen, Forscher*innen, Pädagog*innen, Spieldesigner*innen, Entwickler*innen, Grafiker*innen und Moderator*innen, die spielerische Erfahrungen, Spiele, formale und nicht-formale Bildungsprogramme, Tools, Plattformen und Anwendungen auf der Grundlage sektorübergreifender, interdisziplinärer Ansätze entwerfen und umsetzen. Wir konzentrieren uns auf zwei Hauptbereiche: Bildung & Innovation sowie soziale Teilhabe.

Aktuelles

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Kontakt

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